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Grabgestaltung/Grabpflege: Pflanzenauswahl

Woher nehmen? 
Grabpflanzen - regional und saisonal auswählen Bei der Pflanzenauswahl für das zu pflegende Grab sollte man zunächst die Gräber in der Nachbarschaft anschauen. Was dort gut wächst, sollte auch auf der eigenen Erde gut gedeihen. Dabei ist aber darauf zu achten, dass man ausschließlich Gräber in gleicher Lage mit dem eigenen vergleicht, da bereits schattige und sonnige Lagen zu einem komplett unterschiedlichen Pflanzplan führen.

Fragen Sie auch andere Grabpfleger auf dem Friedhof nach ihren Erfahrungen. Manchmal erfährt man so die Quellen für günstige und zugleich robuste Pflanzen und erhält wertvolle Tipps, was gut funktioniert und was nicht. Im Zweifel ist der Friedhofsgärtner als Fachmann zu Rate zu ziehen.

Ein Großteil des Grabes sollte winterharten Pflanzen vorbehalten sein - idealerweise solchen, die als Bodendecker Unkräutern keine Chance lassen und lange über das Jahr eine schöne Farbe behalten. Hier eignen sich Stauden besonders, da sie sich jedes Jahr zuverlässig erneut ihren Lebensraum erkämpfen.

Bereiche für jahreszeitlich blühende Schönheiten machen das Grab zu einem "Hingucker" und sorgen für Abwechslung. Achten Sie beim Pflanzenkauf darauf, dass die blühenden Pflanzen möglichst kurze Transportwege hinter sich haben und regional natürlich vorkommen.

Auch bei Grabgestecken gilt: Viele der mit den fertigen Grabgestecken in Supermärkten angebotenen Pflanzen kommen aus Südafrika, Polen oder Asien. Sie haben keinerlei natürliche Tradition bei uns. Besser sind robuste immergrüne Sorten, wie z.B. Hauswurz und Efeu.

Ökologisch sinnvoll wird Ihre Grabbepflanzung dann, wenn Sie nützlichen Insekten Nahrung, Unterkunft und Schutz bieten.

Vermeiden Sie Verpackungsmüll beim Pflanzenkauf und werfen Sie ausgeblühte Exemplare nicht immer gleich auf den Kompost. Alpenveilchen z.B. landen oft zu Unrecht nach der ersten Blüte auf dem Müll - das ist Verschwendung: nach einer kurzen Pause im Schatten blühen sie von neuem.



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