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Grabgestaltung/Grabpflege: Flächenversiegelung

Wo Pflegeleichtigkeit zur Umweltlast wird 
Flächenversiegelung durch grababdeckende Platten Dort wo die Graberde komplett abgedeckt ist, kann kein Unkraut mehr wachsen. Das ist zunächst mal gut für diejenigen, die sich um die Grabpflege kümmern müssen. Für das Grundwasser gilt die Versiegelung jedoch als Last.

Bei der Flächenversiegelung wird der Boden wasserundurchdringlich bedeckt. Das ist schlecht, weil so kein Niederschlag mehr eindringen kann, und das Regenwasser oberflächlich abläuft. Das Grundwasser bekommt so weniger natürlichen Zufluss, die Grundwassermenge reduziert sich und Grundwasser belastende Stoffe werden nicht ausreichend verdünnt.

Bei der Grabanlage sollte daher möglichst auf grababdeckende Platten oder stark verdichtete Böden verzichtet werden. Ebenso sollten Betonfundamente zur Aufnahme von Grabaufbauten wie Grabmale oder Einfassungen nicht "zur Sicherheit" größer geplant werden, als sie eigentlich sein müssten.

Die Zersetzung von Sarg und Leichnam kann durch die wasserdichte Bedeckung des Grabes zusätzlich erschwert werden. In einigen Friedhofsordnungen wurden als Gegenmaßnahme zur Versiegelung ganzer Grabfelder inzwischen abdeckende Steinplatten verboten (Dieses Verbot ist rechtlich allerdings nur in Grabfeldern mit besonderen Gestaltungsvorschriften oder bei nachgewiesenen Verwesungsstörungen zulässig).

Offenporige, wasserdurchlässige Bodenbedeckungen, die das Grab nicht versiegeln und trotzdem wirkungsvoll gegen Unkraut sind:


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