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Grabmale: Material, Form und Bearbeitung

Gestaltungspotential für Know-how und Phantasie 
Lebensbaum - Holzgrabmal von Julia Lambertz Früher sprach man fast ausnahmslos von "Grabsteinen". Was aus Tradition in manchen Gegenden die Ausnahme bildete, ist heute auf fast allen Friedhöfen zu sehen: Gedenkzeichen aus den unterschiedlichsten Materialien. Metall, Holz. Glas, Keramik, Beton - ja sogar Kunststoff findet Verwendung bei der Gestaltung.

Mit der Bezeichnung "Grabmal" werden wir dem abwechslungsreichen Produkt wohl gerechter. Egal, mit welchem Material wir es zu tun haben, so stellen sich hinsichtlich seiner Ökobilanz immer auch die Fragen nach dessen Produktions- und Transportbedingungen sowie den natürlichen Ressourcen.

Streng genommen kann man übrigens bei Grabsteinen im Zusammenhang mit dem Abbau in Steinbrüchen nicht von Nachhaltigkeit sprechen, auch wenn seitens der Industrie immer wieder gerne zu Werbezwecken der Versuch unternommen wird. Die Steinbank, aus der Steine gebrochen werden, kann sich auf natürliche Weise nicht mehr regenerieren. Eine solche Regenationsmöglichkeit ist aber Grundlage einer nachhaltigen Ressourcen-Nutzung.

Man sollte bei der Materialauswahl möglichst auf kurze Transportwege achten. Das ist einfach - mit der Frage nach der Materialherkunft beim Grabmalverkäufer sollte schnell Klarheit herrschen, wie lang die Materialreise wohl war.

Schwieriger gestaltet sich die Frage nach ressourcenschonenden Produktionsverfahren. Der Grabmalgestalter Bernd Foerster aus Homberg/Efze hat sich bereits frühzeitig und vorbildlich mit einer ökologisch sinnvollen Gestaltung zur indiustriellen Fertigung auseinandergesetzt, die mit seiner Produktlinie "ÖKOgrabmale" umgesetzt wurde. Foerster beschreibt das Konzept so:

"'Mehrwert für den Menschen' entsteht in innovativer Konzept-Produktion, z. B. durch intelligent ausgeklügelte Schnittführungen, die jeweils die Herstellung von zwei Werkstücksflächen ermöglichen und die so als Produktionsprinzip die traditionelle Einzelfertigung an Effizienz deutlich übertroffen hat." (...) Der 'Mehrwert für die Natur' liegt im Schutz der Ressource 'Naturstein' durch erheblich geringeren Gesteinsbedarf, damit auch in der Entlastung der Deponien, sowie im reduzierten Schlammanfall und Energieverbrauch"


Abbildung: Foerster & Foerster GmbH


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