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Gericht hebt Freispruch im Zahngold-Skandal von Hof auf

Oberlandesgericht Bamberg stellt Zahngold unter den Schutz der Totenruhe | | 0 Kommentare |

Gericht hebt Freispruch im Zahngold-Skandal von Hof auf
Das Oberlandesgericht Bamberg hob die Freisprüche gegenüber drei Krematoriumsmitarbeitern aus Hof, die sich am Zahngold der verbrannten Toten bereichert hatten, auf. Das Gericht argumentierte, auch das Zahngold stehe unter dem Schutz der Totenruhe, da es Teil der Asche sei.

In einem ersten Prozess waren die Angeklagten vom Amtsgericht Hof freigesprochen worden. Damals hieß es, die Angeklagten hätten die Asche nicht angerührt, sondern nur die technischen Voraussetzungen des Krematoriums ausgenutzt - die Anlage trennte automatisch das Zahngold von der Asche.

Wegen Diebstahls könnten die Angeklagten laut Oberlandesgericht nicht belangt werden, es handele sich jedoch um einen "verachtenswerten Eingriff in den postmortalen Persönlichkeitsschutz". Das Zahngold hätte wieder zu der Asche in die Urnen gegeben werden müssen.

(Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 30.01.2008)

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