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Hessen: Bestattungswälder müssen umfriedet sein

Innenministerium startet Initiative zur Umsetzung des Friedhofs- und Bestattungsgesetzes | | 0 Kommentare |

Hessen: Bestattungswälder müssen umfriedet sein
Das hessische Friedhofs- und Bestattungsgesetz schreibt vor, dass Friedhöfe "umfriedet und als Friedhöfe erkennbar sein" müssen (§5 2). Mit einem Schreiben fordert das hessische Innenministerium nun die Regierungspräsidien auf, bis Ende Februar 2008 mitzuteilen, in welchen Städten und Gemeinden "Friedhöfe in Form von Friedwäldern oder Waldfriedhöfen bestehen und wie diese umfriedet sind".

Diese Umfriedung könne zum Beispiel aus Mauern, Zäunen, Gräben, Hecken oder Umwaldungen bestehen und müsse nicht für Mensch und Tier unüberwindlich sein. Bestehe keine für den Bürger erkennbare Umfriedung, handele es sich nicht um rechtmäßige Friedhöfe. Bestattungen dürften in diesem Fall vorerst nicht durchgeführt werden. Auch wenn das Gesetz nicht vorschreibe, wie die Umfriedung beschaffen sein sollte, müsse eine erkennbare Umfriedung vorliegen. Waldränder, Feld-Waldkanten oder ähnliches seien kein Teil einer Umfriedung, sondern das Beispiel für das Fehlen einer solchen.

Entwarnung gibt es aber für Ruheforste und Friedwälder: während die hessischen Ruheforste ohnehin dem Bestattungsrecht entsprechen dürften, kündigte die Friedwald GmbH an, ihre Wälder gegebenfalls nachzurüsten.

(Quelle: Der Bestatter 1/2008)

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