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Sozialministerin fordert Mindeststandards bei Sozialbestattungen

Gitta Trauernicht wendet sich per Brief an Sozialhilfeträger in Schleswig-Holstein | 23.05.2008 |
Die schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) hat in einem Brief an die Städte und Gemeinden des Bundeslandes diese aufgefordert, bei Sozialbestattungen gewisse Mindeststandards einzuhalten. Bei Bestattungen, deren Kosten die Kommunen übernehmen, sollten nicht nur alle öffentlich-rechtlich veranlassten Kosten wie die Friedhofsgebühren, die Überführung des Leichnams und die Sargträger bezahlt werden. Zu einer würdigen Bestattung und damit zu den erforderlichen Kosten zählen auch solche einer Trauerfeier. Auch religiös bzw. weltanschaulich bedingte Aufwendungen (Pfarrer, Organist, Rabbiner, Kantor oder Trauerredner) seien zu berücksichtigen.

Die Wünsche des Verstorbenen und der seiner nahen Angehörigen seien unbedingt zu berücksichtigen. Zu vermeiden gelte es auch eine lange Bearbeitungsdauer, die dann zu erhebliche Verzögerungen der Bestattungen führen würde. In Fällen, in denen die Finanzierung und Durchführung des Bestattungsauftrages nicht sichergestellt ist, müsse das Sozialmat in Vorleistung treten.

Aeternitas unterstützt die Forderungen von Dr. Gitta Trauernicht. Die Position der Sozialministerin enthält jene Punkte, die Aeternitas im Rahmen seiner Aktion "Sozialbestattung 2008" von den Kommunen fordert.