Alternativen zu nicht verrottbaren Sargdecken

Biologisch abbaubar und ökologisch unbedenklich

Sarg mit Decken und Innenausstattung

Nach seriösen Schätzungen werden bei Erdbestattungen im Sarg zu über 90 Prozent Sargdecken verwendet, die aus nicht oder kaum verrottbaren Materialien wie zum Beispiel Polyester bestehen. So wird Jahr für Jahr eine große Menge an Plastik auf den Friedhöfen vergraben, das dort auch nach Jahrzehnten nicht vergeht. Mit verschiedenen Ansätzen begegnen Hersteller von Sargdecken diesem Problem. Noch handelt es sich allerdings eher um einen Nischenmarkt.

Gefertigt werden solche als nachhaltig und ökologisch eingestuften Decken meist aus verschiedenen biologisch abbaubaren Materialien. Genutzt werden hier zum Beispiel Bio-Baumwolle oder Leinen. Auch Schafswolle oder Pflanzenfasern finden Verwendung – als Füllung.

Selbst das Thema Recycling wird aufgegriffen: Ein Hersteller aus Baden-Württemberg hat ein Produkt entwickelt, das aus ungebleichter Baumwolle besteht und mit einem Spezial-Polyester gefüllt ist. Dieses Polyester wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und so aufbereitet, dass es von den im Boden vorhandenen Bakterien zersetzt wird. Die Testergebnisse eines Gutachtens bestätigen, dass das Material biologisch abbaubar ist und verrottet.

Was bedeutet dies letzten Endes für die Verbraucher? Sie können Einfluss nehmen, indem sie bei einer Bestattung nach den Materialien fragen, die für die angebotenen Sargdecken verwendet werden – und sich gezielt nach ökologisch unbedenklichen Alternativen erkundigen. Die gilt ebenso für die Auskleidung und Polsterung der Särge, aber zum Beispiel auch für Totenhemden. Bestattungsunternehmen sowie Großhändler, bei denen sie einkaufen, werden bei verstärkter Nachfrage auch diese Wünsche bedienen.